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Handschuhmachertradition in vierter Generation

Maßgeblichen Einfluss erfuhr das Handschuhmacherhandwerk Ende des 17. Jahrhunderts durch das Geschick und Können eingewanderter Hugenotten, woraus noch heute die französischen Fachausdrücke in dieser Branche resultieren. Bereits 1708 wurde der erste Handschuhmacherbetrieb in Osterwieck urkundlich erwähnt.

„Felle gegerbt, Leder gefärbt, Handschuhe gemacht, Weltruf gebracht“, so steht es schon auf dem Osterwiecker Ledergeld von 1922, aus dessen Verkaufserlös unter anderem Bauvorhaben der Stadt während der Inflationszeit finanziert wurden. Zu dieser Zeit arbeiteten in der kleinen Gerber- und Handschuhmacherstadt Osterwieck am Nordharz rund 2000 Menschen in diesem Handwerk, als Urgroßvater Adolf Seeger im Jahr 1924 seine Manufaktur gründete. Später führte sein Sohn Rudolf, in den schwierigen Nachkriegsjahren seine Schwiegertochter Margarete den Betrieb weiter, bis ab 1962 sein Enkel Helmut als Handschuhmachermeister und Diplomingenieur für Lederverarbeitungstechnik in die Firmenleitung mit einstieg.

Bevor der Betrieb in der damaligen DDR 1972 versaatlicht wurde, arbeiteten dort 35 Beschäftigte und fertigten ca. 50000 Paar Lederhandschuhe pro Jahr. Nach der Wende gründete Helmut Seeger mit seiner Frau Rosemarie und einigen Fachkräften einen eigenen Meisterbetrieb, und es wurden wieder feine Lederhandschuhe nach alter handwerklicher Tradition aus bestem Leder hergestellt. Diesem Anspruch und dem Leitbild folgend führt inzwischen die Tochter Katrin in vierter Generation den Familienbetrieb weiter.